Promoting Communication for Social Change
donate to congress! Nehmen Der Seiten

Schützt die gefährdeten Sprachen der Welt!

 
  

Marie Smith Jones, 89, last native speaker of Eyak
(Photo by Mary Pemberton, Associated Press / January 25, 2008)

Am „Internationaler Tag der Muttersprache 2008“, dem 21. Februar, ruft die Weltvereinigung für Christliche Kommunikation (World Association for Christian Communication - WACC) zu gemeinsamen Aktionen auf, um die sprachliche Vielfalt zu schützen und die Vielsprachigkeit zu fördern.

Sprachen sind machtvolle Instrumente, um die Kulturen und das Erbe der vielen verschiedenen Völker zu bewahren, die die Erde bewohnen. Die Rettung der bedrohten Sprachen hält Traditionen lebendig und fördert das Wissen über und den Respekt vor der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Aber viele Sprachen sind bedroht. Früher gab es etwa 8.000 Sprachen. Heute sind davon 6.000 übrig geblieben, und die Hälfte von ihnen wird von weniger als jeweils 10.000 Menschen gesprochen, ein Viertel sogar von weniger als 1.000 Menschen. Solche Gemeinschaften müssen sich unter großem Zeitdruck bemühen, ihre Sprachen zu dokumentieren und zu bewahren.

Im Januar 2008 ist Marie Smith Jones gestorben, die vermutlich letzte Person, die die Eyak-Sprache in Alaska sprach. Glücklicherweise half sie der Universität von Alaska vor ihrem Tod, ein Eyak-Wörterbuch zusammenzustellen, sodass zukünftige Generationen in der Lage sein könnten, die Sprache wiederzubeleben.

Cultural Survival (siehe http://www.culturalsurvival.org/home.cfm) hat erklärt: „Wenn wir jetzt nicht handeln, werden in den kommenden zehn Jahren 70 indigene amerikanische Sprachen verschwunden sein. Nach weiteren zehn Jahren werden nur noch 20 dieser ursprünglich 300 Sprachen gesprochen werden ... Ein einziger Autounfall könnte das Ende von 10.000 Jahren kultureller Kontinuität bedeuten.“

In Mexiko hat die Regierung die erste Übersicht über die nationalen indigenen Sprachen veröffentlicht. Ziel ist es, dazu beizutragen, die indigenen Kulturen in einem Land zu bewahren, in dem etwa 300 Sprachvarianten gesprochen werden.

Dieser Schritt befindet sich im Einklang mit der kürzlich verabschiedeten Erklärung der Vereinten Nationen zu den Rechten der indigenen Völker, in der festgestellt wird, dass „indigene Völker das Recht haben, ihre Geschichten, Sprache, mündlichen Traditionen, Philosophien, ihr Schrift-System und ihre Literatur neu zu beleben, zu verwenden, zu entwickeln und an zukünftige Generationen weiterzugeben“. Diese Rechte sind implizit auch in der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen der Vereinten Nationen enthalten.

Aber vielen indigenen Völkern fehlen die Mittel und das Fachwissen, um wirksame Programme zur Wiederbelebung ihrer Sprachen zu verwirklichen. Dies gilt besonders für die vielen kleinen Sprachgemeinschaften mit nur wenigen Mitgliedern, die diese Sprachen noch sprechen. WACC unterstützt zum Beispiel eine Initiative in Asociana/Nordargentinien, wo eine lokale Radiostation aufgebaut wurde, die in Wichí Lhamtés sendet, der Sprache der etwa 45.000 Mitglieder der Wichí-Gemeinschaft.

Gemeinschaften, deren Sprachen akut gefährdet sind, benötigen dringend Unterstützung, um das Geburtsrecht ihrer Kinder auf die eigene Sprache erfüllen zu können. Dafür sind politischer Wille und öffentliches Bewusstsein erforderlich, damit Gelder und technische Hilfe bereitgestellt und Zentren mit Sprachlehrern aufgebaut werden können.

„Es gibt nicht so etwas wie eine hässliche Sprache“, schrieb der Schriftsteller Elias Canetti, „Heute höre ich jede Sprache so, als wäre es die einzige, und wenn ich höre, dass eine Sprache stirbt, überwältigt mich das so, als wenn es um den Tod der Erde ginge.“

Die Weltvereinigung für Christliche Kommunikation (WACC) fördert die Kommunikation für positive soziale Veränderungen. Die Organisation ist überzeugt, dass Kommunikation ein grundlegendes Menschenrecht ist, das die gemeinsame Menschlichkeit der Völker prägt, Kulturen stärkt, Partizipation ermöglicht, Gemeinschaft schafft und Tyrannei und Unterdrückung infrage stellt. WACCs wichtigste Anliegen sind Medienvielfalt, ein gleicher und bezahlbarer Zugang zu Kommunikation und Wissen, Medien- und Gender-Gerechtigkeit sowie die Beschäftigung mit der engen Beziehung von Kommunikation und Macht.

WACC promotes communication for social change. It believes that communication is a basic human right that defines people's common humanity, strengthens cultures, enables participation, creates community and challenges tyranny and oppression.

The World Association for Christian Communication is a UK Registered Charity (number 296073) and a Company registered in England and Wales (number 2082273) with its Registered Office at 36 Causton Street, London SW1P 4ST. It is an incorporated Charitable Organisation in Canada (number 83970 9524 RR0001) with its head office at 308 Main Street, Toronto ON, M4C 4X7.